Sunday, November 18, 2012

Baba´s Kiwi Newsletter - 3


Baba´s Kiwi Newsletter – 3

Haaaaaaaaaaaallooooooooooooooo!

WOW – 3 Monate oder anders: ¼ Jahr sind schon vorbei... kaum zu fassen! Dabei kommt es mir vor wie gestern als ich geflogen bin :) Und auf der anderen Seite kommen mir die Sachen die ich am Anfang erlebt habe unglaublich weit weg vor.

Bei mir ist alles in Ordnung und ich genieße das Leben in vollen Zügen! Das reisen macht Spaß und manchmal erwisch ich mich dabei, schon darüber nachzudenken wo ich noch überall auf der Welt hin muss und wo ich noch nicht war ;)

Diesen Monat hab ich mir die Südinsel angeschaut – noch nicht die ganze – aber einen großen Teil davon und muss zugeben: Die Nordinsel war ja schon WUNDERSCHÖN – aber die Südinsel haut einen um!!! Nicht unbedingt bei schlechtem Wetter aber hier wieder in Order:

Tag 62 – 64 / ABEL TASMAN
Nachdem mich der Bus eine Stunde in Nelson hat warten lassen waren die Leute im Bus umso witziger! Ich hatte meine erste weibliche Fahrerin Nat, die mit ihrem Lehrling Joe unterwegs war. Der Bus war voll aber es ging schon richtig lustig zu.
Im Abel Tasman National Park angekommen mussten wir bei strömendem Regen und Dunkelheit unsere „Hütten“ beziehen. Das waren freistehende 3-Bett Zimmer in denen man sich mit Gepäck drin kaum umdrehen konnte. Aber es war ja sowieso BBQ angesagt also waren alle ganz schnell wieder in der Gemeinschaftshütte. Ich hatte meine ersten Greenlip mussels und die waren echt lecker!

Um ca. 10 Uhr morgens gings dann in den National Park – jeder für sich oder in Gruppen. Ich hatte ungefähr das gleiche Tempo wie ein Pärchen aus England also waren wir irgendwann zu dritt. Sue fotografiert genauso gerne wie ich also wars nicht so schlimm das wir alle 20 Meter oder so anhielten ;) Garry hat für Unterhaltung gesorgt... ob er nun Gollum immitiert hat, Witze erzählt oder uns mit Silverferns den Weg markiert hat (wie einst die Maori es im Mondlicht machten) – trotz ständigem Nieselregen hatten wir Spaß! Im Regen fand ich die Strecke nicht allzu spektakulär muss ich sagen. Überwiegend Busch und 4,5 Stunden haben dann auch gereicht. Allerdings möchte ich gerne noch mal bei schönem Wetter herkommen wenn man Badesachen dabei hat und die Sonne scheint. Da die Wettervorhersage aber eher schlecht war hätte es auch keinen Sinn gemacht zu warten – nicht das man das Wetter in NZ voraussagen könnte... :)

Tag 64 / PUNAKAKI
Ebenfalls im Regen sind wir am nächsten Morgen auch wieder abgereist. Nach 2 Nächten von der Außenwelt abgeschnitten hielten wir erstmal in Motueka um Lebensmittel einzukaufen. Und Gott sei Dank musste ich aufs Klo – ansonsten hätte ich nie diese Europäische Bäckerei ausfindig gemacht! Und da hing sie: die letzte und einzige Breze die ich bisher gesehen habe. Im selben Moment hat mich die russische Besitzerin auf deutsch angesprochen und gefragt ob ich die Breze möchte und sie hätte auch noch Schwarzbrot... NATÜRLICH!!! Immer her damit! Herrlich wie glücklich einen eine Breze machen kann. Hatte bereits in einigen Foren herausgefunden dass Lauge in NZ schwer zu bekommen ist – eigentlich nur in Apotheken und soweit ich das verstanden habe nur mit Rezept. Das erklärt warum es hier so wenig Laugengebäck gibt.
Der nächste Stopp: Pancake rocks oder auch Pancakes rock ;). Juhu – es hatte zu regnen aufgehört – und wir konnten in Ruhe eine Runde drehen. Da Ebbe war ist das Wasser zwar nicht aus den Löchern geschossen aber die Felsen sind trotzdem cool.

In unserer neuen Unterkunft angekommen musste ich feststellen dass wir schon wieder mitten im Busch gelandet sind – dies mal in 10er Zimmern. Aber die Häuser waren toll. 3 verschiedene im Busch verteilt mit einem Gemeinschaftsraum in dem Feuer brannte und mit frischem Brot und Muffins am Morgen – yummi!
Dies war dann auch der Abend an dem wir das Gefühl hatten in unserem Bus sind nur Krankenschwestern, Medizinstudenten, Doktoren oder Krankenpfleger... total viele machten was in der Richtung. Und dann die Überraschung: Wir hatten 5 Leute aus der Modebranche an Bord! Nat unsere Fahrerin hat früher für Reebok gearbeitet, 1 Kanadierin ist in ihrem letzten Semester und 2 Engländerinnen arbeiteten sowohl als Entwicklerin als auch als Designerin. Was war denn hier los? Nachdem ich zuvor ja schon eine Entwicklerin aus Schottland kennengelernt hatte war ich jetzt echt baff – und alle haben einfach gekündigt und sind reisen! Die Welt ist so was von KLEIN! ;)

Tag 65 / PUNAKAKI – BARRYTOWN – GREYMOUTH – FRANZ JOSEF
Um 9 am nächsten Tag hab ich mich zu einem Jade Schnitzkurs angemeldet. In Raglan habe ich ja bereits mit Knochen gearbeitet und wollte jetzt Stein ausprobieren. 4,5 Stunden – und ich war schon wieder die Einzige J Hat riesen Spaß gemacht! Hab mich in meine Zeit als Zahntechnikerin zurückversetzt gefühlt da ich diesmal mit Maschinen arbeiten durfte und die in etwa die gleichen wie in einem Labor sind.

In Greymouth haben wir dann den Bus gewechselt da immer mehr Leute zugestiegen sind und wir keinen Platz mehr hatten. Und nicht alle haben soviel Zeit wie ich...
Leider hat es während der Fahrt an der Westküste entlang fast nur geregnet und wir haben kaum etwas von der tollen Landschaft sehen können. Nat und Joe haben aber alles getan um den Bus bei Laune zu halten. Ob Filmlieder raten oder das Lieblingslied auf dem ipod zu präsentieren – wir haben uns nicht unterkriegen lassen! Und schließlich erreichten wir Franz Josef.

Tag 65 – 67 / FRANZ JOSEF
Vom Tag war nicht mehr viel übrig also haben wir unsere Aktivitäten für den nächsten gebucht. Ich hab mich für den „Ice Explorer“ entschieden: 4 minütiger Helikopterflug auf den Gletscher, 3 Stunden im Eis klettern, 4 Minuten wieder zurück. Danach freier Eintritt in die Glacier Hot Pools (erhitztes Gletscherwasser mit 36, 38 oder 40 Grad).

Um ca. 8 mussten wir bereits da sein und nachdem wir alle Vorbereitungen getroffen hatten (Bezahlung, Unterschriften, Ausrüstung...) waren wir draußen und bereit in den Heli zu steigen – und da wars wieder: Mein Glück mit Aktivitäten :) Über Funk hat unsere Führerin die Info erhalten das ein Sturm auf dem Gipfel tobt und wir daher nicht rauf können – langsam gibt’s mir echt zu denken...

Möglichkeiten waren: verschieben bis es wieder geht oder Geld zurück mit Entschädigung. Ich hab es dann als ein Zeichen gesehen und beschlossen das einfach mit Martin im Sommer noch mal zu machen und hab mein Geld zurückbekommen. Als Entschädigung haben wir dann einen Valleywalk gemacht (4 stündige Wanderung an den Gletscher von unten) und einen Rabatt für die Pools. Bis vor 2 Monaten gab es noch mehrere Möglichkeiten am Gletscher, vor allem auch ohne Bezahlung, aber seit kurzem ist ein großes Loch im Gletscher und er bewegt sich auch recht stark. Daher ist es zu gefährlich.

Der Valleywalk war super und auch das entspannen danach in den Pools! Wenigstens war nicht der ganze Tag weg mit warten auf besseres Wetter – wobei das Wetter natürlich noch gut wurde nach meiner Stornierung ;) hehe

Tag 67 / WANAKA
Auf dem Weg nach Wanaka hielten wir am Lake Matteson in dem man bei schönem Wetter ein fantastisches Spiegelbild der Berge sehen kann – uns hat es RICHTIG eingeregnet :( War wohl nix...
In Wanaka ist es sehr idyllisch. Ein ruhiger See, Berge im Hintergrund und ein relativ kleiner Ort. Hier wollte ich eigentlich in das berühmte Cinema Paradiso gehen in welchem sie unter anderem ein altes Auto drinstehen haben und in der Pause warme Kekse verteilen. Leider waren die Filme nicht gut und ich bin stattdessen das Städtchen anschauen gegangen.


Tag 68 / WANAKA – BUNGY – ARROWTOWN - QUEENSTOWN

Am nächsten Morgen war der erste Stopp noch in Wanaka: Puzzling World! Zuerst gings durch ein riesen Labyrinth in dem ich Orientierungsdepp mich hoffnungslos verlaufen hätte! Danke hier noch mal an Irland und Finnland fürs rausführen ;) Danach konnte man Ambigramme, optische Täuschungen und Spezialeffekte aus „Der Herr der Ringe“ bestaunen. Echt cool! Und falls man früher fertig wurde gabs im Café noch jede Menge Puzzles und Geduldsspiele auszuprobieren oder auch zu kaufen. NIX für mich ;)

Weiter gings und man hat gemerkt das wir der Adrenalin Hauptstadt immer näher kamen: BUNGY JUMPING war angesagt! Wir hielten also an der Brücke an der Bungy jumping erfunden wurde und 7 hatten sich bereits angemeldet zu springen. Bei 10 gabs Rabatt. Nein, ich habs nicht gemacht wobei ich zugeben muss das es mich langsam reizt – aber event. Später ;) Also hab ich mir angeschaut wie einer nach dem anderen gesprungen ist – sogar Joe durfte für seinen Einstand ;) War lustig zu sehen aber es ist auch echt schnell wieder vorbei.
Nächster Stopp war Arrowtown – ein kleiner Goldgräberort mit einem Café berühmt für die Besten Pies. Ich hab aber lieber Fotos von den toll gefärbten Wäldern gemacht und bevor wir uns versahen gings auch schon weiter nach Queenstown.

Dort hat man gleich gemerkt das hier was los ist! Viele Leute auf den Straßen, Verkehr und auch jede Menge Bars und Shops. Also haben wir uns endlich mal wieder ins Nachtleben gestürzt und waren mal wieder aus – tat richtig gut :)

Tag 69 - 74 / QUEENSTOWN

Nach einer langen Nacht war erstmal ausschlafen angesagt bevor wir auf den Queenstown Hill rauf sind um Hannah beim Bungy Jump zuzugucken. Der Sprung hier ist noch mal 5m tiefer und da man von einer art Klippe springt kommt es einem noch viel höher vor. Außerdem ist man nicht an den Füßen festgemacht sondern um die Taille und kann daher frei seinen Sprung wählen ;) Oben hatte es ein wenig geschneit aber die Aussicht war trotzdem atemberaubend! Queenstown ist richtig schön – erinnert mich aber irgendwie an eine Mischung zwischen zu Hause und Bregenz. Am Abend hatten wir dann unseren ersten FERGBURGER für den Queenstown berühmt ist. Kommt darauf an welchen man nimmt aber die sind schon riesig – ähnlich wie ein Döner nur höher.

Am nächsten morgen sind einige abgereist und Hannah und ich waren allein in einem 8 Bett Zimmer – JUHU!!! Mittags sind wir mit den Jungs wieder rauf auf den Berg um das Luge auszuprobieren (ungefähr wie eine Sommerrodelbahn) – diesmal aber mit der Gondel. War total witzig! Für ein besonders witziges Bild gabs in unserem Hostel ein Freigetränk – das ließen wir uns natürlich nicht 2x sagen :)

Den nächsten Abend war wieder „Pubbing“ angesagt (Bartour ;)) da es der letzte Abend unseres Busses war. Eigentlich wollte ich Queenstown auch schon hinter mir lassen aber ich hatte nur einen Platz auf der Warteliste. Und selbst nachdem ich meine Abreise 2 Tage verschieben wollte landete ich auch nur auf der Warteliste – hier war eben doch was los. Aber es gibt definitiv schlimmere Plätze als Queenstown um zu warten :) Insgesamt hab ich nicht so viel in Queenstown unternommen aber man kann es hier durchaus auch mit Runography aushalten hehe ;)


Die nächsten Tage waren ruhig. Ich war allein in meinem 8 Bett Zimmer, war ein bisschen laufen und die Stadt erkunden. Morgens um 7!!! Hab ich mir das Champions league Finale angeschaut und mir meinen persönlichen Adrenalinkick geholt – was für ein DRAMA!
Kat (Irland) und ich hatten Frühstück am See und plötzlich war Emma (Schottland) wieder da. Wir sind zusammen auf den Markt und hatten auch noch den ein oder anderen Fergburger ;) Am Abend bevor mich Kat und Emma verlassen sollten kam dann die Nachricht: Joe war wieder da und musste ein Auto nach Christchurch bringen. Das hieß für mich ich war nicht mehr auf der Warteliste und 4 von uns durften bis Christchurch im Auto mitfahren – WOOOOOHOOOOO!!! Was für ein Glück!

Also sind wir mit Fergburgern bewaffnet mit dem Auto los in Richtung Mt. Cook! Bei schönem Wetter und geiler Musik – schon mal ein toller Vorgeschmack auf den Geschwister Roadtrip im Sommer :)

Tag 74 / MT. COOK
Die Landschaft ist einfach der Hammer!!! Central Otago ist genauso schön wie alle sagen: es waren immer noch bunt gefärbte Bäume da, türkise Seen, goldenes Gras (auch auf den Hügeln), dunkelgrüner Wald und in der Ferne graue Berge mit Schneebedeckten Spitzen! Mag sich jetzt ein bisschen wies Allgäu anhören aber ihr seht ja selbst auf dem Foto das es irgendwie anders aussieht ;) Mit dem Luxus überall anhalten zu können wo wir mochten haben wir die Fahrt zu Mt. Cook alle sehr genossen – wenn es nicht sogar meine BESTE Fahrt bisher war.

Mt. Cook selbst kam mir dann wieder sehr bekannt vor. Da wir soviel auf dem Weg angehalten hatten war die 4 stündige Wanderung nicht wirklich drin – also nur 1 Stunde. Abends haben wir in einem Fernsehraum voller Sitzsäcke DVD geguckt – HERRLICH!

Tag 75 / RANGITATA
Auf dem Weg nach Rangitata hielten wir am Lake Tekapo – ich hab euch das Bild mit drangehängt weil hier sieht man es mit am Besten. Leider mussten wir hier aber auch in den Bus umsteigen weil Joe den Anruf bekommen hat das er noch mehr Leute aus Queenstown holen muss – schade!

Kurz vor unserem Supermarkt Stopp kam uns plötzlich ein Auto entgegen mit einem Schild auf dem Dach „House following“ und tatsächlich: 20 Meter dahinter kam ein Truck mit einem Haus beladen und wir wurden fast von der Straße gedrängt! Bevor wir realisierten das gerade ein komplettes Haus an uns vorbeigefahren ist kam auch schon ein weiteres Auto mit dem Schild „House ahead“ – ich hab mich kaputtgelacht!!! Die sind verrückt die Kiwi´s :)
Rangitata war wieder mitten im Nirgendwo und wir hatten 10er Zimmer mit 3er Stockbetten! Das hab ich auch noch nicht gesehen. Die Matratzen waren sooooo schlecht das wir alle spontan einfach beschlossen haben zu feiern :) Also gabs erstmal Essen mit Schokoladenpudding für alle als Nachtisch bevor wir in den Genuss einiger lustiger Trinkspiele der Kiwi´s kamen. Als uns dann unsere Vorräte ausgingen haben wir glücklicherweise entdeckt das wir einen sehr talentierten, jungen Musiker mit im Bus hatten der dann anfing auf der Veranda Gitarre zu spielen und zu singen – hab mich fast wie bei einem unserer Tennisheim Abende früher gefühlt :)

Tag 76 - 80 / CHRISTCHURCH
Halb 10 Uhr morgens wurden wir wegen der Erdbeben eher am Rande von Christchurch abgesetzt. Die meisten Reiseveranstalter planen keine Nacht mehr hier und die Busse dürfen auch nicht mehr in die Stadt fahren. Ich wollte mir Chch allerdings trotzdem anschauen und Nicky und Familie besuchen. Kat hatte noch 2 Nächte in Chch bevor sie zurück nach Australien fliegen sollte also hab ich mein Gepäck im Jailhouse Hostel bei ihr gelassen bis mich Nicky abends nach der Arbeit abholen konnte.
Das Chch eine Geisterstadt ist kann ich nicht bestätigen aber natürlich kenne ich auch das „alte“ Christchurch nicht. Viele der Reisenden die man trifft raten einem hier nicht her zu kommen aber das sind meistens die die nur Aktion brauchen. Es bringt der Stadt ja auch wenig wenn die Touristen wegbleiben! Also haben wir uns die Innenstadt etwas angeschaut und hier und da war noch gut zu sehen was passiert ist. Allerdings haben die Arbeiter einen guten Job gemacht und es liegen nur noch hier und da kleine Trümmer herum. Außerdem hat die Regierung eine kleine Kontainerstadt aufgebaut in der die Läden aus der Innenstadt untergebracht sind. Die Café´s und Bars sind ebenfalls umgezogen – einige in die Vororte.

Um ca. 6 hat mich Nicky dann abgeholt und wir sind zu ihr nach Hause wo ich endlich auch Max (7), Jack (13) und ihren Mann Iian kennenlernen durfte. Auch Grace hab ich wiedergesehen und zu meiner Überraschung war auch Abby mit ihrem Vater und Pip´s (Schwester von Nicky) Ian da. Wir hatten ein tolles Abendessen und es war toll alle wiederzusehen! Grace war so nett und hat mir ihr Bett zur Verfügung gestellt und bei ihrem kleinen Bruder geschlafen.
Nicky hat mir dann die Schäden am Haus gezeigt wobei ich einige auch selbst gesehen habe. Unter anderem fehlt wie bei den meisten Häusern der Kamin, einige Fenster sind kaputt gegangen und der Boden fällt an manchen Stellen etwas ab. Hier und da sind Risse in den Wänden und sie hatten auch ein paar Löcher im Boden. Sie haben mir erzählt das sie Pläne hatten das Haus umzubauen aber jetzt warten müssten bis März. Dann wird das Fundament kontrolliert und erst dann kann man entscheiden wie es weitergeht – umbauen oder abreißen. Wenn man sich das mal vorstellt!!! Aber das beeindruckenste ist die Einstellung wie die meisten Neuseeländer das nehmen: als eine neue Möglichkeit. Die alten Gebäude hätten irgendwann sowieso restauriert oder abgerissen werden müssen, der Stadt kann ein neues Gesicht verpasst werden und es gibt jede Menge neuer Jobs – um nur ein paar zu nennen. Es gibt natürlich auch die Kehrseite: viele Menschen die ihr Zuhause verloren haben, haben Christchurch verlassen. Ich hab Nicky gefragt ob sie auch darüber nachgedacht haben aber beide haben sichere und gute Jobs, die Kinder sind an guten Schulen und Canterburry ist einer der sportlichsten (das ganze Land ist sportlich!) Gegenden. Also wohl eher nicht.

Den nächsten Tag hab ich noch mal mit Kat in der Stadt und im botanischen Garten verbracht. War ihr letzter Tag in Neuseeland und daher auch etwas traurig.

Freitag hab ich dann erstmal ausgeschlafen als alle aus dem Haus waren. Am Nachmittag konnte ich mich endlich zum laufen aufraffen und hätte beinahe den Anruf von Nicky auf meinem Handy nicht gesehen. Hab sie zurückgerufen und sie hat mich gefragt obs mir gut geht und ob das Haus noch steht. Ich nur „Alles gut, wieso?“... da hat sie mir verraten dass wir ein Erdbeben der Stärke 5.2 hatten – und ich habs nicht mitbekommen weil ich laufen war! Sie hat es allerdings auch nicht mitbekommen weil sie im Büro wie eine Verrückte rumgerannt ist... schon komisch. Hätte mich ja schon interessiert wie sich das anfühlt. Abends hat Jack für uns Fish ´n´ Chips geholt und wir hatten einen sehr entspannten Abend.

Am Samstag war dann Sporttag angesagt. Vormittags haben wir uns alle das Rugbyspiel von Max angeschaut (ich dachte der F-Jugend beim Fußballspiel zuzuschauen sei witzig) und danach gings gleich weiter zum Hockeyspiel von Grace. Alles von der Schule aus! War SUPER! Leider hatte Jack an diesem Wochenende kein Basketballspiel – das hätte ich auch gerne gesehen. Als Belohnung sind wir Mittagessen gegangen und nachmittags kam eine Freundin von Grace zum übernachten. Abends hat der Vater von Abby, und ein guter Freund von Nicky, wieder vorbeigeschaut und ich hab eine Lehrstunde in Sachen „Kiwi-slang“ bekommen :)

Sonntag morgen sind wir auf einen Markt (hat mich sehr an die grüne Lust in Nürnberg erinnert) und danach noch einkaufen. Max hatte dann Golfkurs, Jack Basketballtraining und ich hab etwas auf die Mädels aufgepasst. Abends hab ich noch mal für alle Kässpatzen gezaubert und wir hatten einen richtig witzigen letzten Abend.

Tag 81 / KAIKOURA

Der Tag begann so früh wie noch nie: Um 5 Uhr morgens mit einem Erdbeben der Stärke 4.4. Also wurde ich doch noch Zeuge wie sich das anfühlt. Ich lag im Bett und bin davon aufgewacht. Ist eigentlich wie wenn direkt neben dir ein Zug vorbeifährt und alles wackelt. Nicky hat mir das 7.1 wie starken Seegang auf einem Schiff beschrieben... war also eigentlich ein Baby. Um halb 7 war noch mal eins das ich dann wieder verschlafen habe. Um 10 hat mich Nicky dann an der Bushaltestelle abgesetzt und es ging weiter nach Kaikoura. Im Bus hab ich Kerstin wiedergetroffen die ich bereits auf der Nordinsel kennengelernt habe.
Hab mich für den Nachmittag gleich für Whale watching angemeldet denn das Wetter versprach gut zu werden. Und meine Aktivität war ein voller Erfolg: 4 Wale, jede Menge Seevögel und Seelöwen und an die 500 Delfine J WOW!!! Hier werde ich dann im Sommer das „Schwimmen mit Delfinen“ noch mal probieren denn das ist hier definitiv was anderes als in der Bay of Islands. Hier wars wirklich nicht schwer ein Foto zu bekommen ;)
Sonst war in Kaikoura nicht viel los – ein richtiges Fischerstädtchen :)

Tag 82 – 84 / BLENHEIM

Die Fahrt nach Blenheim war fast wie nach Hause kommen ;) Wir haben noch mal angehalten um die Babyseelöwen zu sehen und sind dann bereits Mittags in Blenheim angekommen. Jenny hat mich abgeholt und ich hab den Nachmittag damit verbracht Fähre, Hostel usw. in Wellington zu organisieren. Abends sind Jenny, Kerstin und ich dann noch mal in das tolle Kino in Blenheim gegangen :)

Der nächste Tag war ruhig und nach dem ausschlafen hab ich mich mit Kerstin auf einen Kaffee in der Stadt getroffen und bin am Fluß zurückspaziert. Die Weinfelder sehen auch ohne Blätter noch toll aus muss ich sagen – eigentlich will ich die Südinsel gar nicht verlassen aber es wird auch immer kälter und für die nächste Woche hatten sie sogar Schnee gemeldet – brrrrr ;)

Tag 84 / BLENHEIM – WELLINGTON

Mittags haben wir Blenheim dann wieder Richtung Picton verlassen. Kerstin wollte noch 2 Nächte in Picton bleiben während ich mich mit der Fähre zurück auf den Weg nach Wellington machte.

Tja – und das wars wieder :) Hier bin ich jetzt und das nächste Projekt ist Job- und Zimmersuche. Drückt mir die Daumen! Ist ganz schön lange geworden diesmal aber kann gut sein das es das nächste mal nicht so viel zu erzählen gibt ;)

Ich hoffe euch geht’s auch allen gut und das mittlererweile der Sommer angefangen hat! Bei mir trudelt jedenfalls eine Schwangerschaftsmeldung nach der anderen ein also ist die Fortpflanzung auf jeden Fall in vollem Gange :)

Kia ora - Barbara

P.S.: Leider hab ich letztes mal echt extrem viele zurückbekommen – hab auch zu viele Fotos drangehängt. Ich versuchs diesmal besser zu machen. Wenn ihr den 2. Newsletter noch mal wollt bitte eine Email schicken ;)
Die Englische Version kommt wie immer in ein paar Tagen... SWEET!


Pictures - 2

Autumn Blenheim
Bean harvest
Boulderbank Nelson

Golden vineyards
Marlborough Sounds
View in Nelson
Nelson
Pupu Springs
Tennis
Ferry crossing North - South
Wakeboarding
On the way to Kaikoura
Kajaking
making concrete
BIG
mowing the lawn
peeling tomatoes
Spud harvest
Ferry Crossing
Golden bay

Baba´s Kiwi Newsletter - 2 (english)


Baba´s Kiwi Newsletter – 2

Haere mai again!

Wow... time flies - the last month has gone so fast...

I´m still fine except from a few scratches from the „hard“ work ;) – more of that later. 

I didn´t travel that much this month. I enjoyed myself in Marlborough, in the north of the south island, and let the first impressions of NZL sink in. This area is quite famous for very good NZL wines, especially Sauvignon Blanc – and I have to agree with that! But here in order:

Day 23 – 41 / BLENHEIM
What a plessure to have my own room again :D True luxury – interesting how you VERY MUCH appreciate those things again! You can leave your luggage open and have a sleep in without anyone zipping bags or messing around with plastic bags...
Already the 2nd night in Blenheim we changed to daylight savings – which means only 10h difference to Germany now.

My first week in Blenheim was quite lazy. I checked out the town, had a few runs and visited the cinema 3 times! They have a great artdeco cinema where Tuesday is „Cinema day“ :)
Blenheim is one of the places in New Zealand with the driest climate. Therefore packed with vineyards and orchards. This is inviting for doing some wine tasting :D (no one has to tell me twice).
As it is autumn all trees start to change colour. I know that from the trees home but not from the hills and the vineyards. They all turn golden which is simply BEAUTIFUL! The days are still long and warm but as soon as the sun is gone it´s cold. Jenny and Ian gave me a fantastic impression on the daily life in Blenheim. I visited an auction, we went to a HUGE tomato house, to a chocolate factory (WOW – a factory without checking workmanship and patterns :)), to the beach and I as well helped cutting down a tree :) Besides that I´m a big fan of their garden with Oranges, Lemons, Grapefruits, tomatoes, strawberries, peas, pumpkins, rhubarb, grapes, potatoes, cucumbers, kumras and some sorts of apples. YUMMY!

Already on the 3rd evening we were invited to friends of Ian and Jenny... and there I sat: with actually 4 retired people I don´t know that well and had so much fun! Should I worry about that?
I saw my first walnut tree and „Farmer Jim“ showed me how his dog is dealing with the sheeps. I also saw the small cows he is feeding for McDonalds – no joke! They end up on the Big Mac in Blenheim so the meat is truly from the region. I should keep that in mind :D

On good Friday Nic (Matts sister), Grace (her daughter) and Abby (a friend of Graces´) came from Christchurch to stay for Easter. I prepared „Allgäuer Kässpatzen“ (a traditional meal from home) for dinner – which turned out quite good if you look at the circumstances. I found out that it is as well possible to put the little dough dumplings through a colander ;)
Saturday we made Sushi (YUM) by ourselves and organised everything for Easter Sunday. „Farmer Jim“ has invited us to his badge in the Marlborough Sounds :)
We headed of Sunday morning and after already 1h drive we were there: A small badge on a hill with a fantastic view. While the others prepared lunch Jims´ boys took Grace, Abby, Nic and me out with the boat – feeding fish :) Later they even took us kayaking – what a great Easter Sunday!
And what a surprise: Monday I was invited again – to go wakeboarding with the boys. FUN!!! It was my first time but after 2-3 trials it worked out quite good.

Grace stayed another week with her granny for Easter holiday and so we practiced for her x-country run at school and did a few bike tours. I´m pretty up to date now with Boy Bands (One direction) and all the other news 9 year olds care about ;)
Slowly I had to think about what´s next... I heard a lot of good stuff about wwoofing from other tourists and as I liked the idea of living organic I gave it a go. On my last day then I got a job offer in the big tomato house through the whole winter – but actually my heart told me to move on :)

Day 41 – 47 / SEDDON (WWOOFEN)
To explain wwoofing: willing workers on organic farms >> which means I work 3 – 5 hours a day and get accommodation and food in return. Working is most of the time outside in the vegetable garden, in the household, building work around the house, painting, feeding animals or look after children... depends where help is needed.

So I asked a nice elderly couple in Seddon if they would take me. Joe and Carolyn agreed for 6 days as they had already a wwoofer for afterwards. On the 18th of April I moved to Seddon. From the first moment I felt like a princess: own room with king size bed, a house with veranda all around and completely covered in flowers, a lovely decorated house inside and all that on a meadow in the forest. Carolyn used to be a florist and has her own little shop on the property with handmade stuff. Her flower garden is open to the public, too – after appointments.
I had 6 wonderful days there! I made Chutneys, Apple and Quince jam, harvested walnuts, „stole“ grapes to taste the difference and even had my first car drive in NZL. 4 wonderful days I spent in the Vege-garden weeding and hat a lot of fun with that! Nothing to think of, physical working out in the nature, fresh air and you still learn something. Besides that my perfection was really appreciated ;)
On my last evening I did my famous „Allgäuer Kässpatzen“ again. This time with even more improvisation: we bought a office helper, where you can store folders, at warehouse. It had big round holes, which were just perfect and I did my BEST cheese dumplings ever – no joke!!!
On my last day there came the last visitor bus of the season to see the garden. I was responsible for coffee, tea and biscuits. Around lunchtime we headed south along the coast to have a picnic on the beach. After that we watched babysealings and their parents fishing. On the way back we stopped at the only sea salt production of NZL and we tested some wine at one of the biggest vineyards worldwide before we went back to Blenheim.

Day 47 - 50 / BLENHEIM
Again 3 nights in Blenheim to get organised and to think about the stuff in my luggage... somehow there is too much already even if I didn´t shop a lot :/ One´s for sure: When winter is over a package will be on the way to Germany :D

Day 50 - 51 / PICTON
Next destination: Nelson – to my next wwoofing experience! Unfortunately Briar and Geoffrey were only available from the 1st of May onwards but Philips mum offered me to stay 3 nights with her. WOOOHOOO!!! I´m still overwhelmed of the friendliness here!
So I took the bus to Nelson after an overnight Stop in Picton. The weather was not to good so I just enjoyed a book at the beach.
  
Day 51 - 54 /NELSON (INGRID SEEMAN)
After I bought myself REAL bread in a dutch bakery we arrived Nelson at 3pm. Ingrid picked me up and showed me around. We visited a church and the Suter art gallery. Nelson is full of local artists – very nice!
And then it finally happened: I played TENNIS with Ruth, Philips sister, in Richmond. What a good feeling... to have a racket in hand after 2 month break! Being fit is something else... even if I try to run a lot I´m far away from my fitness level hehe... but who cares ;)
Around lunchtime we continued to visit Philips other sister, Maggie, on her farm. There we had lunch and Mila, her daughter, showed me around. Maggie immediately offered me a wwoofing place and would even take me as her Au pair (for the 5 children) but I actually had already the plan in my had to continue travelling... I´m addicted now ;)
For tea we visited American friends of Ingrid – and they even had their OWN tennis court! How cool is that... I was JEALOUS!

The next 2 days I spent in Nelson and I loved it! It is a small little town with a lot of charme, art and as well the ocean is close! Besides that I like the Boulder bank (which is like a dam but naturally developed) where you can have a walk or run – just NICE!
There are a lot of good coffee and food shops and a lot of galleries and art shops. You just want to start as well and take part :D

Day 54 - 62 / NELSON (WWOOFEN)
Around 5pm on Mayday I arrived at my 2nd wwoofing place. Briar, Geoffrey and Leela welcomed me together with about 20 hens, one rooster and a duck who thinks she is a hen! The very interesting building is 9km´s from Nelson in a Valley surrounded by mountains. From my room (king size bed again with electric blanket) I can see the ocean! The sun and the rooster wake me up in the morning... but just around 8, half past. B and G are both Psychotherapists (maybe they can help me ;)) and love meditation and yoga. The garden is huge and has even more to offer as I have seen so far. All three of them are vegetarians and in addition Briar and Leela are allergic to wheat and dairy products. Therefore I live quite healthy at the moment – which is great. There is as well Daniel, another wwoofer from Costa Rica who helps Geoffrey building a shed. Most of the time I´m working in the garden (on my own with my ipod, sometimes singing :D) and in the morning we feed the hens and collect the eggs :)
They have no TV so we play games, read or just talk. It is very relaxing.
Unfortunately I had a little accident on my 3rd day – during my new favourite sport – Runography. Which means basically: I go for a run, which is about 1 hour with a lot of interruptions for pics because the scenery is just STUNNING! In fact you are away for 2-3 hours and it is a LOT of FUN :D So, after the first 15 minutes I came to the beach with low tide and thought what a nice picture that would be: sunset, me in front of the ocean. Yes... I didn´t think ahead! I placed the camera and set the timer to 10 seconds and ran. Of course I slipped immediately on the muddy surface and of course their were stones :/ However – I deserved it. Actually I first checked if someone has seen me and then had to laugh about myself the whole way back. But in fact I couldn´t hold a shovel for two days – which wasn´t that bad how I found out.

Day 57 / GOLDEN BAY
The next day Briar had to go to Golden Bay for work so Daniel and me were allowed to skip work and come as well. First we had a walk for an hour and then we had lunch in Takaka. After that we drove to the Pupu springs which are the springs with the clearest water worldwide (comparable with the water under the ice in the Antarctis) – WOW!!! I have never seen something like that before and hope you can see it on the pics how clear it is. It is as well another spiritual place for the Maori. But we couldn´t resist and took a sip...
After that we went back to Takaka where we had another 3 hours to spent. Takaka is a pretty little place with nice small Cafes. A lot of Germans live here (in Golden Bay in general) as there are a lot of Communes. So there are a lot of Hippies around :) And at the end of the day when we saw how many people know Briar (on the streets, in the Cafes, at the beach...) we were quite sure that she was one of them – once ;)
On the way back she showed us her favourite beach for the sunset and another wonderful day ended.

Back in Nelson I went to the Saturday morning market which is great! They have a lot of hand made stuff like toys, knitwear but as well fruits, veges and Crepes.
Daniel went to the Abel Tasman National park for a day trip and Geoffrey and me cleaned the house as we had visitors for dinner.
The following 3 days I made the vege garden ready for winter and mowed the lawn (another PREMIER) before I helped Geoffrey with the concrete for the shed foundation on my last day in the morning. My bus left Nelson at 3pm – and that´s it for now – I´m back on the road again :D

I hope you enjoyed reading again and everything is fine home! I wish you a nice Spring Start!!!

Kia ora – Barbara

P.s.: I got a lot of errors last time – sorry for that. I guess your inbox might be quite full but pls feel free to forward ;)
CHOICE!


Baba´s Kiwi Newsletter - 2


Baba´s Kiwi Newsletter – 2

Haere mai again!

Und so schnell ist ein Monat vorbei... Ich muss mich jetzt schon mal für mein deutsch entschuldigen da es mir langsam immer schwerer fällt ordentliche Sätze zu formulieren ;)

Mir geht´s immer noch gut bis auf ein paar Schrammen die ich mir bei der „harten“ Arbeit geholt hab ;) – aber später mehr.

Diesen Monat bin ich nicht so weit gereist. Ich hab mich in der wunderschönen Gegend Marlborough im Norden der Südinsel ausgeruht und die Eindrücke der ersten Wochen verarbeitet. Diese Gegend ist berühmt für ihren Wein, im speziellen Sauvignon Blanc. Und das kann ich nur bestätigen! Aber hier schön der Reihe nach:

Tag 23 – 41 / BLENHEIM
Was ist es schön ein eigenes Zimmer zu haben :D Echter Luxus und man weiß bestimmte Dinge wieder SEHR zu schätzen! Den Koffer offen zu lassen und auch mal wieder ausschlafen zu können ohne das sich um 6 Uhr morgens jemand aus dem Zimmer schleicht...
In der 2. Nacht haben wir auch gleich mal die Uhren eine Stunde zurückgestellt während ihr in Deutschland sie ja vorgestellt habt. Somit sind es jetzt nur noch 10 Stunden Unterschied.

Meine erste Woche in Blenheim hab ich ruhig angehen lassen. Hab mir das Städtchen angeschaut, war einige male laufen und ganze 3x im Kino! Die haben ein richtig tolles, kleines Artdeco Kino und Dienstags ist Kinotag :)
Blenheim ist mit einer der Orte mit dem trockensten Klima in ganz Neuseeland. Daher auch voll mit Weingütern und einigen Obstplantagen. Was natürlich zum Weintesten einlädt :D (das lass ich mir nicht 2x sagen).
Da es auf den Herbst zugeht fängt alles an sich gold zu verfärben. Von den Bäumen kennen wir das ja aber auch die Hügel und der Wein werden gold – wunderschön! Die Tage sind immer noch lang und auch warm doch sobald die Sonne weg ist ist es wirklich kühl. Jenny und Ian haben mir einen tollen Eindruck über den Alltag in Blenheim vermittelt. Wir waren auf einer Auktion, in einem RIESEN Tomatenhaus, in einer Schokoladenfabrik, am Meer und haben einen Baum gefällt :) Außerdem bin ich begeistert vom Garten der mit Orangen, Zitronen, Grapefruits, Tomaten, Erdbeeren, Erbsen, Bohnen, Kürbissen, Rhabarber, Trauben, Kartoffeln, Gurken, Kumara und verschiedenen Äpfeln eigentlich kaum Wünsche offen lässt :D

Gleich am 3. Abend waren wir bei Freunden von Ian und Jenny eingeladen und da saß ich dann: mit eigentlich 4 wildfremden Rentnern und hatte einen riesen Spaß! Sollte mir das zu denken geben?
Ich hab meinen ersten Walnussbaum gesehen und „Farmer Jim“ hat mir dann auch gezeigt wie sein Hund die Schafe auf eine andere Weide bringt. Auch die kleinen Kälber die er für McDonalds mästet hat er mir gezeigt – kein Witz! Hier beziehen sie das Big Mac Fleisch also wirklich aus der Region. Werd ich mir merken falls ich doch mal einen Engpass an Essen haben sollte :D


Am Karfreitag sind dann Nic (Matts Schwester), Grace (die Tochter) und Abby (eine Freundin) aus Christchurch gekommen um übers Osterwochenende zu bleiben. Zum Abendessen hab ich allen Kässpatzen gemacht (so traditionell wie möglich) – die auch ganz gut gelungen sind in Anbetracht der Umstände. Zur Info: kann man auch durch ein Salatabtropfsieb machen ;)
Samstag gabs dann selbstgemachtes Sushi (YUM) und wir haben alles für den Ostersonntag vorbereitet da wir in „Farmer Jim´s“ Bungalow in den Marlborough Sounds eingeladen waren.
Sonntag früh gings los und nach ca. 1 Stunde Fahrt waren wir da: Ein kleines Haus auf einer Anhöhe mit einer grandiosen Aussicht. Während die anderen das Essen vorbereitet haben sind die Kids und ich mit den Jungs von Jim mit dem Boot raus – Fische füttern :) Später waren wir sogar noch Kajak fahren und hatten echt einen tollen Ostersonntag.
Montag wurde ich von den Jungs noch mal eingeladen – zum Wakeboarden. Was für ein Spaß!!! Ich hab das ja noch nie gemacht aber nach 2-3 Anläufen gings ganz gut und war echt der HAMMER!

Grace ist noch eine Woche bei der Oma in Ferien geblieben und wir haben fleißig für ihren X-country Lauf trainiert und auch eine Radtour gemacht. Außerdem bin ich jetzt auf dem neuesten Stand was Boy Bands und den Neuesten neuseeländischen Klatsch und Tratsch angeht :D Aber ich musste mir auch langsam Gedanken machen wie es weitergeht. Von anderen Touristen habe ich soviel gutes übers wwoofen gehört und da ich auch sehr begeistert davon bin wie viele sich hier vom Garten selbst ernähren dacht ich mir ich probier das aus. Trotz der Tatsache das ich einen Job im Tomatenhaus bekommen hätte... ich hab jetzt doch das dringende Gefühl weiter zu müssen :)

Tag 41 – 47 / SEDDON (WWOOFEN)
Um wwoofen kurz zu erklären: Willing Workers On Organic Farms >> das heißt ich arbeite zwischen 3 und 5 Stunden am Tag und bekomme dafür Schlafplatz und Essen. Arbeiten sind hauptsächlich draußen im Garten (meistens Gemüse und Obst), im Haushalt, Umbauten rund um das Grundstück, streichen, Tiere füttern oder auch mal auf Kinder aufpassen... wo immer gerade Hilfe benötigt wird.

Also hab ich bei einem Paar in Seddon angefragt. Joe und Carolyn haben sofort zugesagt mich für 6 Tage zu nehmen... danach waren sie schon ausgebucht. Am 18.4. bin ich weiter nach Seddon. Vom ersten Moment an kam ich mir vor wie eine Prinzessin: eigenes Zimmer mit großem Bett, das Haus mit einer Veranda rund herum komplett mit Blumen zugewachsen, ein total liebevoll eingerichtetes Haus und das alles auf einer Art Lichtung mitten im Wald. Carolyn war früher Floristin und hat auch einen eigenen Laden auf dem Grundstück. Der Garten ist ebenfalls für die Öffentlichkeit zugelassen – nach Anmeldung.
Ich hatte tolle 6 Tage! Hab Chutneys gemacht, beim Quitten- und Apfelmarmelade machen geholfen, Walnüsse geerntet, Trauben stibitzt und bin sogar das erste Mal Auto gefahren. Hab 4 wunderschöne Tage im Gemüsegarten beim Unkraut jähten verbracht und hatte richtig Spaß daran! Nix zum denken, körperliche Arbeit an der frischen Luft und gelernt hat man auch noch was. Darüber hinaus wurde mein Perfektionismus sehr geschätzt ;)
Am letzten Abend hab ich noch mal Kässpatzen zum Besten gegeben. Diesmal sogar noch mit Steigerung an Improvisation: durch die Löcher eines Bürohelfers (also in dem man normalerweise Papier reinstellt). Es waren die BESTEN Kässpatzen die ich je gemacht hab – kein Scheiß!!!
Am Tag meiner Abreise kam dann der letzte Reisebus der Saison um sich den Garten anzuschauen. Ich war für Kaffee, Tee und Plätzchen verantwortlich. Mittags sind wir los Richtung Kaikoura. Unterwegs Picknick am Strand und dann haben wir uns Babyseelöwen angeschaut. Auf dem Rückweg sind wir am einzigen Salzkraftwerk Neuseelands (ich schick bei Gelegenheit welches nach Hause) und eines der Größten Weingüter vorbeigefahren (komplett solar betrieben) bevor es zurück nach Blenheim ging.

Tag 47 - 50 / BLENHEIM
Nochmal drei Nächte in Blenheim um sich zu organisieren und die Sachen im Koffer zu überdenken... hab irgendwie zuviel dabei obwohl ich noch fast nix gekauft hab und auch alles schon benutzt habe :/ Ende des Winters macht sich auf jeden Fall ein Päckchen auf den Weg nach Deutschland :D

Tag 50 - 51 / PICTON
Auf nach Nelson zu meinem nächsten wwoofing Platz! Leider sind Briar und Geoffrey erst ab 1.5. wieder zurück aber Philips Mum hat mir netterweise Angeboten 3 Nächte bei ihr zu bleiben. JUHU!!! Ich bin nach wie vor total überwältigt von der Freundlichkeit hier!
Mit dem Bus gings dann also weiter nach Nelson mit einer Nacht Zwischenstop in Picton. Das Wetter war komisch daher hab ich mich einfach ans Wasser gesetzt und gelesen.
  
Tag 51 - 54 /NELSON (INGRID SEEMAN)
Nachdem ich mir in einer Dänischen Bäckerei in Picton noch ein RICHTIGES Brot gekauft hab kamen wir um 3pm in Nelson an. Ingrid hat mich abgeholt und mir gleich mal die Stadt gezeigt. Wir waren in einer Kirche und sind danach in eine Kunstgallerie da Nelson bei Künstlern sehr beliebt und auch bekannt ist.
Am Tag darauf wars endlich soweit: TENNIS SPIELEN mit Ruth, Phlipps Schwester, in Richmond. Was für ein Gefühl... das erste mal nach 2 Monaten endlich wieder einen Schläger in der Hand! Aber fit ist was anderes... trotz mehr oder weniger regelmäßigem laufen bin ich jenseits von meiner Form hehe... aber wen juckts ;)
Danach gings weiter auf die Farm der anderen Schwester: Maggie. Dort hatten wir Mittagessen und Mila, die Tochter, hat mir die Tiere und das Grundstück gezeigt. Maggie hat mir einen wwoofing Platz angeboten und würde mich sogar als Aupair nehmen (sie hat 5 Kinder) aber nach meinem nächsten wwoofen wollte ich erstmal weiter reisen... ich hab Blut geleckt :D
Als wir dann noch Freunde von Ingrid besucht haben war ich echt platt: die hatten einen EIGENEN Tennisplatz! Wie toll... NEID

Die nächsten beiden Tage hab ich mir Nelson angeguckt und muss sagen: ich fühl mich hier sehr wohl! Das kleine Städtchen gefällt mir und auch das Meer ist nicht weit weg! Außerdem haben die diese tolle Boulder Bank (wie ein Damm aus Stein – aber natürlich entstanden) auf der man laufen kann – HERRLICH!
Es gibt auch tolle Cafe´s und kleine Gallerien und Kunstgeschäfte. Da möchte man eigentlich gleich mitmachen :D

Tag 54 - 62 / NELSON (WWOOFEN)
Gegen Spätnachmittag am 1.5. (Mayday ;)) kam ich an meinem neuen Wwoof Platz an. Bei Briar, Geoffrey und Leela. Außerdem: ca. 20 Hennen, ein Hahn und eine Ente die denkt sie sei ne Henne! Das architektonisch interessante Haus liegt in einem Tal zwischen zwei Bergen und von meinem Zimmer (wieder mit RIESEN Bett und Heizdecke) kann ich das Meer sehen! Die Sonne und der Hahn wecken einen Morgens... aber erst so gegen 8 – 8.30. B und G sind beide Psychologen (vielleicht können die mir ja helfen ;D) und meditieren gerne. Der Garten ist riesig und hat noch mehr zu bieten als ich bis jetzt kenne. Die 3 sind Vegetarier und zusätzlich sind Briar und Leela auch noch allergisch auf Weizen und Milch. Somit lebe ich im Moment sehr gesund – was nicht schaden kann. Außerdem ist noch ein anderer Wwoofer aus Costa Rica hier. Während ich Briar im Garten helfe (die meiste Zeit bin ich allein mit meinem ipod weil sie arbeitet) hilft Daniel Geoffrey einen Stall zu bauen. Morgens füttern wir die Hühner und holen die Eier :D
Fernseher gibt’s hier keinen also spielen wir was oder lesen.
Leider hab ich mich am 3. Tag etwas verletzt – bei meiner neuen Lieblingssportart – der Runography. Das heißt ca. 1 Stunde laufen mit Unterbrechungen zum Photos machen und dabei eigentlich 2 – 3 Stunden unterwegs sein :) Was für ein Spaß! Jedenfalls hatte ich nach 15 Minuten als ich bei Ebbe ans Meer kam die glorreiche Idee ich könnte doch ein Foto mit Selbstauslöser von mir im „Watt“ machen... Ja ich geb zu – gedacht hab ich nicht weit! Also hab ich die Kamera platziert, Selbsauslöser auf 10 Sek. Aktiviert und bin losgerannt. Natürlich hats mich nach den ersten beiden Schritten auf dem matschigen und rutschigen Untergrund komplett zerlegt. Bin hauptsächlich im Matsch gelandet aber da waren auch so ein paar fiese Steine die mir ein loch in meinen Handballen gestanzt haben. Tja – Bestrafung muss sein. Jedenfalls konnte ich damit 2 Tage lang keine Schaufel halten – was nicht so schlimm war wie sich herausstellte.

Tag 57 / GOLDEN BAY
Den Tag darauf hatte Briar geschäftlich in der Golden Bay zu tun also durften Daniel und ich mit. Zuerst hatten wir eine 1 stündige Wanderung und sind dann weiter in das kleine Städtchen Takaka. Hier hatten wir eine Stunde Zeit zum Mittagessen und sind dann weiter zu den klarsten Quellen der Welt – neben dem Wasser unter dem Eis der Antarktis. WOW!!! Sowas hab ich noch nie gesehen und ich hoffe man kann auf den Bildern in etwa erkennen wie klar das Wasser ist. Es ist ein weiterer sehr heiliger Ort für die Maoris. Wir konnten dennoch nicht widerstehen einen kleinen Schluck zu probieren...
Danach gings zurück nach Takaka wo wir weitere 3 Stunden Zeit hatten das Städtchen zu besichtigen. Nach gefühlten 4 mal auf und ab laufen haben wir uns dann in eines der netten Cafes gesetzt. Hier sind außerordentlich viele Deutsche da Golden Bay berühmt für seine Komunen ist. Sind also ziemlich viele Hippies unterwegs J Und nach der Anzahl an Leuten die Briar kannten (auf der Straße, in den Cafes, am Strand...) sind wir uns relativ sicher dass sie mal einer von denen war :D
Auf dem Rückweg hat sie uns noch an einen tollen Strand gefahren und wir wurden Zeuge eines atemberaubenden Sonnenuntergangs.

Wieder zurück bin ich am nächsten Tag mit nach Nelson auf den Markt. Der ist toll! Es gibt viele Selbstgemachte Sachen wie z.B. Merino oder Possum Handschuhe, Spielzeug aber auch Obst, Gemüse Kaffee und Crepes.
Daniel ist für einen Tag in den Abel Tasman National Park um eine Tagestour zu machen und Geoffrey und ich haben derweil geputzt da abends der Bruder von Briar mit Mann und 4 Kindern zu Besuch kam.
Die folgenden 3 Tage hab ich das Gemüsebeet winterfertig gemacht und den Rasen gemäht (eine weitere PRÄMIERE) bevor ich Mittwoch Vormittag Geoffrey noch beim Betonieren geholfen habe. Nachmittags hat er mich dann nach Nelson auf den Bus gebracht – und das wars für diesmal – I´m back on the road again :D

Ich hoffe ihr hattet wieder Spaß am lesen und euch geht’s allen gut! Habt einen tollen Frühling!!!

Kia ora - Barbara

P.S.: Das letzte mal kamen einige Fehlerbenachrichtigungen. Also falls ihr jemand wisst der den Newsletter nicht bekommt ihn aber will bitte weiterleiten... oder Inbox sauber machen ;)
english version is coming up again... Choice!

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